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Ein Website-Design, das über kulturelle Grenzen hinweg Anklang findet

WordPress Entwickler und Webdesigner

Wenn ihr Websites für ein internationales Publikum entwerft, müsst ihr euch der kulturellen Unterschiede bewusst sein, die sich auf die Art und Weise auswirken, wie die Website in unterschiedlichen Teilen der Welt wahrgenommen wird. Ihr könnt nicht davon ausgehen, dass ein und dieselbe Website rund um den Globus gleich gut aufgenommen wird. Vielmehr solltet ihr Eure Website so anpassen, dass sie kulturellen Unterschieden Rechnung trägt, und dafür sorgen, dass sie überall gleich wirkungsvoll ist, ganz egal, in welcher Region ihr eine Zielgruppe ansprecht.

Macht euren Web-Inhalt global zugänglich

Die Inhalte sind das Wichtigste einer jeden Website. Nach wie vor gilt die Redensart: „Content is King“. Es gibt drei Hauptfaktoren, die im Hinblick auf eure Inhalte zu berücksichtigen sind:
Sie müssen für eure Zielgruppe relevant und nützlich sein.
Sorgt dafür, dass sie universell so verständlich wie möglich sind.

Wenn ihr wollt, dass eure Inhalte über verschiedene Kulturen hinweg wirklich zugänglich sind, kommt ihr angesichts der Tatsache, dass 79% aller Internetbenutzer nicht Englisch als Muttersprache sprechen, auf Dauer nicht darum herum, sie übersetzen zu lassen.
Sie sollten für viele Kulturen geeignet sein. Dies trifft insbesondere auf die visuellen Inhalte zu: Seid euch darüber im Klaren, dass manche Bilder in westlichen Kulturen vollkommen akzeptabel sind, in anderen Teilen der Welt aber als anstößig empfunden werden könnten.

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Keywords in einer Fremdsprache

Selbst wenn ihr euch im Hinblick auf den Großteil eurer Website-Inhalte für einen Online-Übersetzungsservice entscheidet, könnt ihr euch auf diese Übersetzungsmethode nicht verlassen, wenn es um eure Keywords geht. Auch direkte Wörterbuchübersetzungen solltet ihr nicht verwenden. Eure Keywords sind viel zu entscheidend, um sie solchen Übersetzungsmethoden anzuvertrauen – das Ergebnis wäre einfach nicht treffend genug.

Sorgt dafür, dass eure Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Pay-per-Click (PPC)-Kampagnen auch in anderen Sprachen erfolgreich sind, indem ihr mit einem professionellen Übersetzer zusammenarbeitet, der euch eine ausgezeichnete Liste fremdsprachiger Keywords verfasst. Dadurch könnt ihr jede Menge Zeit und außerdem auf lange Sicht auch Geld sparen, denn ihr könnt sicher sein, dass ihr genau die Keywords gezielt ansprecht, die Internetbenutzer verwenden, um in irgendeinem Markt nach eurem Produkt zu suchen – es ergibt keinen Sinn, eine phantastische Website aufzubauen, die kein Mensch finden kann.

CSS überwindet Sprachbarrieren

Achtet darauf, beim Gestalten eurer Website CSS als euer Design-Tool zu verwenden, denn dadurch könnt ihr eure Inhalte vom Design getrennt halten. So wird es wesentlich leichter, Versionen eurer Website in verschiedenen Sprachen zu kreieren. Ihr braucht nur noch die unterschiedlichen übersetzten Texte in euren bereits bestehenden CSS-Templates auszutauschen. Außerdem solltet ihr Unicode UTF-8 zur Zeichenkodierung verwenden, da sie mit der umfangreichsten Auswahl an Schriften für Sprachen kompatibel ist.

Die Planung des Layouts für ein globales Design

Eine sorgfältige Planung von Design und Layout kann die interkulturelle Zugänglichkeit eurer Website enorm verbessern. Eines der Hauptprobleme ist hierbei die Tatsache, dass nicht alle Sprachen von links nach rechts geschrieben werden. Dies kann sich auf die Benutzerfreundlichkeit der Seitennavigation und der Inhalte der Seitenleisten auswirken. Eine links angeordnete Navigation ist beispielsweise für jemanden, der von rechts nach links schreibt, nicht sehr praktisch.
Das gleiche Prinzip trifft auch auf die theoretische Annahme zu, dass das Auge normalerweise vom oberen linken Ausschnitt einer Webseite angezogen wird. Für einen arabischen Leser ist dies möglicherweise der obere rechte Ausschnitt. Ihr könnt Probleme hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit eurer Navigationsanordnung vermeiden, indem ihr oben eine horizontale Navigationsleiste verwendet, die allgemein brauchbarer ist.

Die Wahl der Farben für eine interkulturelle Zielgruppe

Farben sind ein äußerst wichtiger Aspekt des Webdesigns, da sie sich auf die Art und Weise auswirken können, wie eure Websites in verschiedenen Kulturen aufgenommen werden. Die meisten Designer sind sich der Farbtheorie bewusst, nach der unterschiedliche Farben auf den Betrachter verschiedene psychologische Wirkungen haben können und dass der psychologische Effekt von Farben sehr stark von kulturellen Faktoren beeinflusst wird.

In islamischen Ländern hat zum Beispiel Grün gewöhnlich eine wichtige religiöse Bedeutung, während diese Farbe in westlichen Ländern suggestiver Umweltfragen illustriert. Ein in Korea rot geschriebener Name weist darauf hin, dass eine Person verstorben ist. Ihr solltet euren Gebrauch von Farben sorgfältig prüfen, um einen kulturellen Fauxpas zu vermeiden.

Einfach ausgedrückt, geht es beim interkulturellen Webdesign darum, sich der hier aufgezeigten potenziellen Fallgruben bewusst zu sein und dafür zu sorgen, dass eure Websites für so viele Kulturkreise wie möglich zugänglich sind – ein sinnvoller Schritt, wenn man die verstärkte Internationalisierung des Internets bedenkt.

Über den Autor: Christian Arno ist Geschäftsführer des Anbieters von Übersetzungsdienstleistungen Lingo24. Das im Jahr 2001 gegründete Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Angestellte in fünf Ländern und ist für Kunden in mehr als 60 Ländern tätig.

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Veröffentlicht von Gastautor

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