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Warum Browsergames für so viel Aufmerksamkeit sorgen

Das erste, richtige rundenbasierte Browser Game entstand zu einer Zeit, wo ein großer Teil der Menschen noch nicht einmal einen Computer, geschweige denn das Internet als solches kannten. Heutzutage kann man sich vor solchen Angeboten fast nicht mehr retten. Wieso kam es zu dieser derartigen Explosion über 10 Jahre?

Da gibt es zum ersten Mal die simple Struktur, mit der sich die anfänglichen Spiele in der Internetwelt bewegt haben. Nicht nur Browsergames kamen mit der Entwicklung vom ISDN Einwähl Modem zur DSL Internetflatrate, sondern auch viele Game Plug-Ins für Instant Messenger wie icq und MSN (Schach, Mühle und andere Brettspiele machten dabei den Anfang), die sich vor einigen Jahren noch großer Beliebtheit erfreuten, heute jedoch längst durch Twitter und Facebook abgelöst haben, da diese und viele weitere soziale Netzwerke bereits einen built-in Chat besitzen.

Diese sog. „Social Media“ waren auch der Grund dafür, warum Games vor allem dort ersten, größeren Anklang fanden. Wichtig ist bei einem heutigen, modernen Online Game eben nicht nur die Spielwelt selbst, sondern dass man diese mit anderen, echten Menschen teilen kann. Die Verbindung zum sozialen Netzwerk liegt dementsprechend nahe. So stiegen die Teilnehmerzahlen am Facebook Game „Farmville“ vor ein paar Jahren exponentiell an, da man sich jederzeit über die Ereignisse, Erfolge und Misserfolge austauschen konnte.

Durch diese simple Struktur ist aller höchstens ein Plug-in im Browser nötig, um jedes angebotene Online Spiel nutzen zu können. Damit gelingt es Gamedesignern, nicht nur die bereits fest etablierte Fan-Base des jeweiligen Genres zu erreichen (wie es bei den Client Games meist der Fall ist), sondern auch einfach Interessierte an „ein wenig Ablenkung“ an ihr Angebot zu binden.

Finanzierung durch Banner

Nun ist die Finanzierung solcher, größerer Projekte ebenfalls nicht schwer. Falls Portale, auf denen man Browsergames testen kann, genug Spieler auf ihren Seiten besitzen, können Werbungen geschaltet werden, die man teuer einkaufen kann. Somit lässt sich ab einem gewissen Zeitpunkt ein richtiges Franchise-Unternehmen daraus basteln. Nicht nur mit einem Designer, einem Techniker und einer Idee, sondern mit mehreren Teams unterschiedlicher Abteilungen, die alle paar Wochen eine neue Idee auf die Plattform bringen, die mehr User generieren könnte.

Mit einem solchen Budget ist es nur logisch, dass heutige Browsergames sich immer weniger von echten Client-Games unterscheiden. Die Technologie, die eingekauft und benutzt wird, kann dadurch besser genutzt werden. Meist handelt es sich hierbei um die Tools Java, Flash oder den Modifier Ajax. Dadurch wird das Spiel qualitativer und massentauglicher, setzt sich außerdem auf dem großen Markt gegen die Konkurrenz durch.

Bildquelle: sxc.hu – brokenarts

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